Allgemein:
Japanischen Kunst- sowie Gebrauchsgegenständen sollte man immer mit dem nötigen Respekt behandeln. Selbst dann, wenn sie für Europäische Begriffe nicht so aussehen sollten, da diese in Japan einen anderen Stellenwert hatten u. haben. Bevor sie irgendwelche Entscheidungen oder Versuche starten, sei es in Hinsicht Kauf oder Restaurierung, kontaktieren Sie einen Fachmann. Egal in welchen Zustand die jeweiligen Gegenstände sich darbieten.
Kaufen Sie keine Gegenstände die offensichtliche Mängel haben mit dem Hintergedanken, daß eine Restaurierung schon nicht so schwer sein wird. Es gibt hierzulande fast keine Restauratoren die Instandsetzungsarbeiten mit Originalmaterialien durchführen können oder die Kenntnis der damaligen Verarbeitungstechniken haben. Kunstharzlacke und Luftpinsel sind keine Alternative zu Urushi, gewachsene Patinas lassen sich nicht einfach aufoxydieren, Schleifpapier, Fetzenscheibe und irgendwelche Schleifsteine ersetzen keine Klingenpolitur und zerstören sicher die Klinge bzw. verhindern eine fachkundige weitere Restauration. Schlußendlich - unvollständige Stücke zu komplettieren ist ein Glücksspiel und/oder erfordert profunde Kenntnis der Materie.
Alternative - Sie finden sich mit dem gegebenen Zustand ab und der Preis stimmt.
Zur Klarstellung: Zu Restaurieren wird fast alles sein, jedoch ist dies lediglich eine Frage des Preises. Nicht sachgerecht restaurierte Kunstgegenstände erfahren keine Wertsteigerung und sind beim allfälligen Wiederverkauf im Fachhandel oder bei Sammlern eher unverkäuflich.